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Attraktivität
In der Schönheitschirurgie erleben wir seit 1995 immer noch einen anhaltenden Boom. Menschen streben immer mehr ein bestimmtes Schönheitsideal an als je zuvor.
Auch die Pharmaindustrie macht sich dieses Bedürfnis unglücklicher Weise zu Nutze, ohne das wir über die Nebenwirkungen nachdenken. Die Bedeutung der Attraktivität nimmt im Rahmen von Erfolg im Job, Partnerauswahl, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein eine immer mehr entscheide Rolle ein, mit der wir dann eine hohe Lebensqualität verbinden.
Aber muß es denn immer gleich ein chirurgischer Eingriff oder Medikamente sein? Besorgniserregend ist das Ergebnis einer Studie im Juni 2006 des Kosmetikherstellers "Dove", aus der hervorgeht, das jedes vierte Mädchen schon im Alter von 15-17 Jahren mal über eine Schönheitsoperation nachgedacht hat. Am häufigsten war der Grund das Gewicht (35%). Zwar hat man im Bezug auf "Fett absaugen" einen schnellen kurzfristigen Erfolg, aber langfristig wird man wieder zunehmen, weil man über den eigenen Körper und seine Essgewohnheiten rein gar nichts gelernt hat. Außerdem ist so ein Eingriff auch nicht gerade billig, von den gesundheitlichen Risiken mal ganz abgesehen.
Aber warum ist uns dieses Schönheitsideal so wichtig? Warum leiden schon 13% der befragten Mädchen unter Ess-Störungen wie z.B. Bulemie? Warum vermeiden 72% aller Mädchen bestimmte Aktivitäten, wenn sie mit ihrem Aussehen unzufrieden sind? Besonders Unternehmungen, bei denen man seinen Körper fast unbekleidet zeigen muss wie z.B. Sauna, Schwimmbad oder Strand. Oder auch Aktivitäten, die eng im Zusammenhang mit der persönlichen Selbstverwirklichung stehen, wie z.B. die eigene Meinung äußern! Und kann man diese Werte nun auch auf erwachsene Menschen übertragen?
Meidest auch Du gewisse Aktivitäten, wenn Du mit Deinem Aussehen unzufrieden bist? Was verbindest Du mit Attraktivität in Bezug auf Lebensqualität? Welche Dinge würdest Du in Deinem Leben verändern, um Deinen Schönheitsideal etwas näher zu kommen?
Berufliche und soziale Folgen von Übergewicht (Adipositas)
Nach amerikanischen Untersuchungen haben Adipöse eine schlechtere Schulausbildung, ein niedriges Einkommen, Schwierigkeiten eine Arbeitsstelle zu finden, Probleme bei der Partnersuche bzw. Partnerprobleme und ein verringertes Selbstwertgefühl. Häufig leben sie in einer sozialen Isolation und sind oft unglücklich.
Laut einer Untersuchung sinkt das jährliche Einkommen amerikanischer Führungskräfte mit jedem Pfund Übergewicht um ca. 1000 Dollar. Bei einer Befragung gaben männliche Studenten in der Mehrzahl an, sie würden lieber eine behinderte, blinde oder kokainabhängige Frau wählen als eine Übergewichtige.
Die Verhältnisse in Deutschland sind heute sicherlich noch nicht so extrem wie in den USA, wo das vorherrschende Schönheitsideal in den Köpfen weit mehr verankert ist. Doch dürfte sich die Entwicklung in der Bundesrepublik wohl in den nächsten Jahren auf die amerikanischen Verhältnisse hinbewegen.
(Quelle: Lehrbrief Ernährungstrainer BSA)
(Quelle: Lehrbrief Ernährungstrainer BSA)
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